Newsletter 7: Media Campus INIT

Media Campus INIT

Das European Media Art Festival wurde in den Achtziger Jahren von Studenten gegründet. Kein Wunder also, dass die Nachwuchsförderung beim EMAF bis heute eine wichtige Rolle spielt. So groß wie in diesem Jahr war der Media Campus INIT allerdings wohl noch nie: 80 studierende Künstler zeigen in Osnabrück in den kommenden Tagen ihre Arbeiten – darunter mehr als 40 Installationen und 30 Kurz- und Langfilme.
In diesem Jahr finden die Ausstellungen des Media Campus INIT zum ersten Mal an vier verschiedenen Orten statt, die sich konzeptionell geschlossen präsentieren.
INIT | Spotlights
Im verdunkelten Ausstellungsraum hase29 treffen Apps, interaktive Kunst, Videoprojektion, Raum- und Soundinstallationen, kurz Intelligenz und Technik, aufeinander. In einer Atmosphäre eines Wahrnehmungslabors bieten die KünstlerInnen subjektive Zugänge zu Phänomenen des Alltäglichen. Wie Schatten ihrer selbst umhüllen die Arbeiten jeweils eine Aura des Irrationalen, Unbestimmten. Doch selbst dort, wo es hell erleuchtet erscheint, ist das Essenzielle nur schwer zu greifen.
INIT | Perspectives
Im Diskursfeld Kunst geht es stets darum, neue, spannende Perspektiven zu eröffnen. Davon bieten die ausstellenden KünstlerInnen im Haus der Jugend eine Vielzahl an. Inhaltlich facettenreich und medial an der Grenze zum Crossover, vereint die Arbeiten eine sensible Wahrnehmung, kritische Observation und sinnliche Realisierung im Raum. Sie zeigen durch die Reflexion der Realität mehr als nur ein Abbild der Wirklichkeit und stellen Fragen – Fragen an uns und unsere Perspektiven.
INIT | Transfer
Formen und Oberflächen sind die zentralen Parameter der künstlerischen Positionen, die im Kunst-Quartier des BBK Osnabrück präsentiert werden. Kunststudierende der hiesigen Universität aus dem Seminars „Conversation with spaces“ von Tim Roßberg bespielen physische Objekte mittels Projection mapping. So werden u.a. Gasmasken und ein 3D-gedrucktes Alter Ego zum temporären Träger von Bewegtbildern.
INIT | The EMAF Experience
Mit der Theaterpassage in der Osnabrücker Innenstadt bietet das EMAF mehreren Klassen verschiedener deutscher Kunsthochschulen einen Experimentierraum, ein Labor und ein Spielfeld für ab- und unabgeschlossene Arbeiten und gewagte Ausstellungskonzepte.
„Ja! Ich liebe Erfolg!“, ist der Titel eines Ausstellungsformats der Klasse Korpys/Löffler der HfK Bremen, bei dem eine zentrale Bühne in kurzer Abfolge mit performativen, aktionistischen, musikalischen Formaten, mit Redebeiträgen oder Demonstrationen bespielt wird. Die Klasse von Candice Breitz an der HBK Braunschweig ist bekannt für audiovisuelle Konzeptarbeiten und starke Diskursivität. Sie behandeln das Politische im scheinbar Nebensächlichen, die vielfältigen Effekte von Gesellschaft und die mediale Ästhetik des ephemeren Gewebes unserer Zeit. Die Klasse Corinna Schnitt der HBK Braunschweig besteht aus Studierenden mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Durch emotionale, sinnliche und absurde Herangehensweisen teilen die Mitglieder dieser Klasse ihre Untersuchungen und Beobachtungen, um sie in Form von Video, Performance und Installationen zu zeigen. Das Kooperationsprojekt „Eine Schifffahrt“ von Studierenden der KHM Köln und dem Seminar „urban stage“ von Mischa Kuball verzichtet auf jegliche Form von visuellen Bildern. Vielmehr rufen auditive Hör-Stationen mentale Bilder hervor, die über Verknüpfungen zwischen Raum, Zeit und Narration reflektieren.
Im Filmprogramm ist neben den vier Kurzfilmprogrammen und einem Langfilm auch das Themenprogramm REPORT: Bilder von der Wirklichkeit zu sehen, das als Semesterarbeit für das EMAF extra von den Studierenden der Klasse Michael Brynntrup (HBK Braunschweig) produziert wurde.
Weitere Infos zu Ausstellung, Filmprogrammen, Konferenz, Performance und zum Musikprogramm findet Ihr auf unserer homepage: www.emaf.de.
Wir sehen uns zur Eröffnung am Mittwoch um 19 Uhr 30 in der Kunsthalle Osnabrück! Herzliche Grüße vom Team des European Media Art Festivals 2018