N11: EMAF - Programm

News 18 April 2019

Ein langes, sonniges Osterwochenende steht bevor, und da möchten wir Ihnen flugs noch einmal einen kurzen Überblick über unser Festivalprogramm geben.

In diesem Jahr beschäftigt sich das European Media Art Festival mit dem Thema „Wild Grammar“. In den Filmprogrammen, Ausstellungen, Talks, Performances und dem Media Campus INIT geht es dabei zum einen um die grammatikalische Struktur und Ordnung und zum anderen um das Wilde in der Sprache.

„Wir zeigen künstlerische Arbeiten, die nicht nur die Standardsprache aufbrechen, sondern die damit auch eingeübte Wahrnehmungen und Haltungen irritieren und einen neuen Blick auf die Welt ermöglichen“, sagt Katrin Mundt, seit Oktober die neue Leiterin der Festivalsektion Film und Teil der Festivalleitung.

+++ Filmprogramm +++

Aus den mehr als 2.200 eingereichten Arbeiten haben die Kurator*innen rund 140 Kurz- und Langfilme ausgewählt. Die Arbeiten der Künstler*innen werden in den Sektionen Wettbewerb, dem Themenprogramm WILD GRAMMAR sowie in zwei Specials gezeigt.
Unter anderem wird die Deutschlandpremiere des Films „Ultramarine“ von Vincent Meessen zu sehen sein - eine Improvisation in Bild und Ton über die Farbe Blau. Ihre Bedeutung in Kunst und Kulturgeschichte, aber auch der Rohstoff, der - wie etwa Indigo - in der Kolonialzeit unter Einsatz von Sklavenarbeit ausgebeutet, weltweit gehandelt und verschifft wurde, wird hier zum Ausgangspunkt für eine Performance des legendären afroamerikanischen Spoken Word-Dichters Kain the Poet.

+++ Ausstellung +++

Die Ausstellung „Wild Wild Grammar“ wird noch über das Festival hinaus bis zum 26. Mai in der Osnabrücker Kunsthalle zu sehen sein. Dabei wird es in diesem Jahr recht laut. Mit verschiedenen abwechselnd laufenden Soundinstallationen wird das Kirchenschiff der Kunsthalle von den Künstler*innen bespielt. Insgesamt 16 Installationen in unterschiedlichen Formaten - Lichtinstallationen, Soundskulpturen und kinetische Objekte - zeigen die Kuratoren Hermann Nöring und Franz Reimer.

+++ INIT +++

Unter der Rubrik INIT Experience treffen sich Studierende von vier internationalen Hochschulen im Haus der Jugend mit ihren Arbeiten zum künstlerischen Austausch: LUCA School of Arts Gent, AKI Academy of Art & Design Enschede, HfK Bremen und KHM Köln.

und KHM Köln. Bei dem diversen Programm werden Performances, Installationen und filmische Arbeiten zu sehen sein. Der Media Campus INIT zeigt auch in diesem Jahr zwei Ausstellungen studentischer Arbeiten sowie fünf Filmprogramme.

+++ EMAF Talks +++

Die Sektion „EMAF Talks“ verbindet in diesem Jahr wissenschaftliche Beiträge mit Arbeiten aus der Ausstellung und dem Filmprogramm. Die Kurator*innen Sabine Maria Schmidt und Alfred Rotert haben dazu unter anderem die Kuratorin Inke Arns und den Kunstkritiker Michael Hübl eingeladen. Einen besonderen Fokus legt Festivalleiter Alfred Rotert auf das Projekt „facebook tracking exposed“, das von Claudio Agosti vorgestellt wird. Der Informationssicherheits-Analyst wird am 26. April um 16 Uhr bei „EMAF Talks“ über den möglichen Widerstand gegen unsichtbare Algorithmen sprechen - anlässlich der bevorstehenden Europawahlen.

+++ Wettbewerb +++

Beim EMAF werden am 27. April um 21 Uhr wieder drei Preise verliehen: der EMAF Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik (VDKF, dotiert mit 1.000 Euro), der Dialog-Preis des Auswärtigen Amtes (dotiert mit 2.000 Euro) und der mit 3.000 Euro dotierte EMAF Award.

Folgen Sie uns gern auch auf unseren social media-Kanälen bei facebook, instagram und twitter.
Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung des Festivals am kommenden Mittwoch, 24. April um 19 Uhr 30 in der Kunsthalle Osnabrück ein.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen schöne Feiertage,

mit besten Grüßen vom EMAF Team

Esmee Zeeventer: "62 frames"