N09: EMAF 32 - EMAF Talks

News 5 April 2019

Die Konferenz des European Media Art Festivals heißt in diesem Jahr „EMAF Talks“. Der Grund: Unsere Besucher*innen erwarten in diesem Jahr vermehrt Diskussionsrunden, die die Expertise von Fachleuten aus der Wissenschaft mit der von Künstler*innen verbinden. Damit wollen die Kurator*innen Alfred Rotert und Sabine Maria Schmidt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis schlagen.
Auch in der Rubrik „EMAF Talks“ spielt das diesjährige Festivalthema „WILD GRAMMAR“ eine große Rolle. In den vergangenen Jahren hat sich die Kultur des Sprechens sowohl technologisch als auch gesellschaftspolitisch gravierend verändert. Die sich wandelnde Welt wird als destabile Dauerkrise propagiert. Antidemokratische Politiker haben die Lüge als inszenierte rhetorische Wiederholung hoffähig gemacht. Doch nicht nur soziale Medien wie twitter, facebook oder youtube sind Schlachtfelder der Sprache geworden. Das Sprechen scheint auch an anderen Orten wild und roh geworden – wilde Grammatik.
Die Themen von „EMAF Talks“ kreisen um Manipulationen und Rechtspopulismen im Netz, technologische Sprachdefinitionen und um die Sehnsucht nach der Poesie in der Sprache.
Schnittmengen schaffen neben Gesprächen mit in der EMAF-Ausstellung vertretenen Künstler*innen beispielsweise auch der Vortrag des Kunst- und Filmkritikers Michael Hübl zum neuen Film „Bildbuch“ von Jean-Luc Godard, der im Filmprogramm des EMAF gezeigt wird.

EMAF Talks findet an zwei Tagen des Festivals statt, und zwar am Freitag, den 26. April, und am Samstag, den 27. April.

Es sprechen:

- Claudio Agosti: Algorithmen steuern unsere informative Erfahrung: die Geschichte unseres Widerstandes
- Inke Arns: Der Alt-Right Komplex – Über Rechtspopulismus im Netz
- Emillie V. de Keulenaar: Transgressive Sprache und Tabuwissen in reaktionaren Subkulturen des „Deep Vernacular Web“
- Michael Hübl: Vor dem schwarzen Loch tanzen bunte Hunde
- Marina Gržinić und Tjaša Kancler: Die Trans*Reformulierung der Sprache in experimentellen politischen Videos

Sowie die Künstler*innen

- Ale Bachlechner (Studio Hallo)
- Achim Mohné (REMOTEWORDS)
- Jens Pecho (No Thing / Nothing)
- Catharina Szonn (Flexible Erwartungsauffälligkeit)
- Ginta Tinte Vasermane (Supportive Structures)

Das komplette Festivalprogramm finden Sie auf unserer homepage unter www.emaf.de.

+++ Sänger gesucht +++

Die Installation Koorvorming des Belgiers Jo Caimo wird erst mit dem Publikum zu einer kollektiven Performance. Alle Teilnehmer singen zusammen, während sie gleichzeitig Kopfhörer und Augenbinden tragen. Durch den Kopfhörer hören die Teilnehmer die Stimme des Künstlers, der ihnen Anweisungen zum Mitsingen gibt, ansonsten singt jeder Teilnehmer in seiner eigenen Wirklichkeit.

Im Anschluss bekommt jeder Teilnehmer eine CD mit der fertigen Aufnahme des Chors.

Die Termine: 25. April , 17:00, und 28. April, 14:00.

Wer dabei sein möchte, meldet sich einfach per mail unter info@emaf.de, Stichwort: „Singing“.

Jetzt akkreditieren – Deadline: 11. April

Noch bis zum 11. April können sich Fachbesucher und Frühbucher für das Festival akkreditieren. Für Studierende bieten wir Sonderkonditionen an. Hier geht’s zur Anmeldung:
www.emaf.de/de/Akkreditierung.html
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Herzliche Grüße vom Team des EMAF 2019

Ale Bachlechner, Jonathan Kastl and Felix Zilles-Perels: Studio Hallo (2018; DE)