N08: EMAF 32 - Media Campus INIT

News 22 März 2019

Was könnte schon drei Wochen vor Beginn des Festivals der beste Ort in Osnabrück für „wilde Grammatik“ sein? Das haben wir uns gefragt, als wir das Vorprogramm zum diesjährigen Festival unter dem Titel WILD GRAMMAR geplant haben. Glücklicherweise sind wir auf die Stadtbibliothek gestoßen, und dort auf einen freundlichen Empfang.

So kann das EMAF dort am 2. April um 19 Uhr 30 einen filmischen Vorgeschmack auf das EMAF liefern, das dann am 24. April beginnen und in den Kinos, der Kunsthalle und weiteren Osnabrücker Ausstellungsorten stattfinden wird.

Umgeben von Tausenden von Büchern wird in der Osnabrücker Stadtbibliothek eine internationale Auswahl von Kurzfilmen zu sehen sein, die sich dem diesjährigen Festivalthema „Wild Grammar“ widmen. Neben Klassikern der Videokunst zeigen wir Experimental- und Animationsfilme, die sich mal ernst, mal spielerisch der Frage nähern, wie Künstler*innen mit Worten und Gesten, Bildern und Klängen Ordnung und Verstehen stiften - oder aber geltende Konventionen des Sprechens und Handelns gezielt unterlaufen, um einen neuen Blick auf die Welt zu ermöglichen.

Wann? 2. April, 19.30 – 21.00 Uhr

Wo? Stadtbibliothek Osnabrück, Markt 1, 49074 Osnabrück
Eintritt? Frei

Wir bedanken uns bei der Stadtbibliothek Osnabrück für die schöne Kooperation und laden Sie herzlich ein, am 2. April dabei zu sein!

Media Campus INIT

Ein Schwerpunkt des European Media Art Festivals liegt in diesem Jahr wieder auf der Präsentation von studentischen Arbeiten. Unter der Rubrik Media Campus INIT werden mehr als 120 Künstler*innen ihre Arbeiten zeigen und vermitteln. Einige von ihnen möchten wir Ihnen hier schon einmal vorstellen.

Mit der Festivalsektion INIT Experience, die im vergangenen Jahr erfolgreich in der Theaterpassage gestartet ist, werden in diesem Jahr das Haus der Jugend und das Haus Heger Straße 29/30 zum Treffpunkt für junge Künstler*innen. Klassen und Fächergruppen verschiedener europäischer Hochschulen und Akademien nehmen daran teil. Mit audiovisuellen Arbeiten, Installationen, Performances und Animationen bietet INIT Experience ein breites Spektrum an spannenden künstlerischen Ausdrucksformen. So entwickelt das Mixed Media Studio der LUCA School of Art in Gent die sensorischen Möglichkeiten von Artists Talks, performativen Ausstellungen, künstlerischem Clubbing und anderen Kunstaktionen weiter. Mit dabei sind außerdem die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), die AKI Academy for Art & Design Enschede, die Hochschule für Künste Bremen. Die Musik- & Kunstschule Osnabrück, die Universität der Künste Berlin, die International School of Design Köln und die Hochschule Osnabrück sind mit zwei weiteren Projekten vertreten.

Für das EMAF ist der studentische Bereich des Festivals eine wichtige Säule. „Immer mehr Hochschulen bieten inzwischen mediale Studiengänge an. Wir wollen vor allem dem künstlerischen, kritisch-kreativen Bereich ein Forum bieten“, sagt Festivalleiter Hermann Nöring, der INIT Experience koordiniert hat. Das sorge für neue Impulse sowohl im Austausch zwischen den Studierenden der einzelnen Hochschulen als auch zwischen Festival und Besucher*innen.

Der Media Campus INIT zeigt außerdem an zwei weiteren Ausstellungsorten in der Osnabrücker Innenstadt ausgewählte Arbeiten aufstrebender Nachwuchskünstler. Im Kunstraum hase29 sind neben Klang- und Rauminstallationen auch Videoarbeiten und kybernetische Maschinen zu sehen. Ein Roboter mit fragwürdigen Funktionen, ein Fußballspiel, ganz auf die auditiven Bestandteile reduziert, und Klänge, die in einer ständigen Feedback-Schleife von einer Maschine generiert werden, sind Teil davon.

Im Kunstquartier des bbk werden aktuelle Arbeiten aus dem Fachbereich Kunst der Universität Osnabrück präsentiert. Zwischen Skulptur und Videokunst zeigen die Studierenden Arbeiten aus dem vergangenen Semester.

Das Filmprogramm des Media Campus INIT besteht in diesem Jahr aus fünf Filmblöcken, die verschiedenste thematische Schwerpunkte setzen. Von der Behauptung der eigenen Identität über melancholische Einsamkeit zu zweit bis hin zu pulsierenden, aktuellen Motiven wie dem Suchen und Jagen, zeigt INIT ein weites Spektrum an künstlerischen Arbeiten. Im Programm Flickering Cosmos werden Momentaufnahmen und Beobachtungen verschiedenster Mikrokosmen vorgestellt. Das Deck eines Frachtschiffes, eine baptistische Freikirche sowie ein vergessenes israelisches Casino werden in diversen dokumentarischen Stilen präsentiert. Die Arbeiten des Media Campus INIT wurden kuratiert unter der Leitung von Tim Duvendack und Wiebke Glaw.

Die Filmklasse von Prof. Michael Brynntrup von der HBK Braunschweig zeigt eine Auswahl von Filmen, die eigens für das EMAF-Thema Wild Grammar produziert wurde. Aus ihrem Titel Wild Grandma spricht genau jene Lust am Sprachspiel und an der Subversion, die am Anfang unserer Überlegungen zum Thema 2019 stand.

Das komplette Festivalprogramm finden Sie ab sofort auf unserer homepage unter www.emaf.de.

Bis zum 11. April können sich Fachbesucher und Frühbucher noch für das Festival akkreditieren. Für Studierende bieten wir Sonderkonditionen an. Hier geht’s zur Anmeldung:
www.emaf.de/de/Akkreditierung.html
Wir freuen uns, Sie zur Eröffnung am 24. April 2019 in der Kunsthalle Osnabrück begrüßen zu dürfen und senden

Herzliche Grüße vom Team des EMAF 2019

Installation by Hye Young Sin (KHM)